60er Jahre Mode

Die wilden 60er Jahre brachten den Jugendlichen viel Vergnügen und den Älteren viel Entsetzen. Die Mode zeigte sich ebenfalls jugendlich und wild. "Je schriller desto besser" war das Motto. Die damalige amerikanische Präsidentengattin Jacqueline Kennedy war bekannt für ihren jugendlichen Stil und gab modisch den Ton an. Zu den Vorbildern der Zeit gehörten aber auch Julie Christie, Brigitte Bardot und vor allem natürlich Twiggy, das ultraschlanke Mädchen mit den großen Augen und dem jungenhaften Look. Eine mädchenhafte Figur war in den 60er Jahren tonangebend. Am Beginn der 60er Jahre trug frau Trägerröcke und Hosenanzüge, um das androgyne Erscheinungsbild zu betonen. Gegen Mitte der 60er Jahre hingegen kam eine eher provozierende Mode auf und die Damen trugen geschlitzte Hosen mit Schlag, am besten in den buntesten Farben.

Das allerwichtigste war, dass man auffiel und unkonventionell wirkte.


Bunte, blumige Muster und große auffällige Ketten und Accessoires gehörten dazu. Später wurden auch die Stile anderer Länder in die Mode integriert und man trug Sachen, die an Eskimos oder Indianer erinnerten. Weite Röcke und transparente Blusen waren modern, solange sie nur auffielen. Die Modeschöpfer wussten, dass dieser Trend einer Lebenseinstellung entsprach. Bunte Schlaghosen oder gar die skandalösen Blue Jeans mit taillenkurzen Pullovern wurden zum Symbol einer Lebenseinstellung. Wer den Trend nicht mitmachte und sich züchtig bedeckt hielt, wurde als altbacken und spießig verspottet.

Das Model Twiggy setzte den Minirock in Szene, an dem die ältere Generation in den 60er Jahren noch Anstoß nahm.


"Sex, Drugs and Rock´n Roll" und "Flower-Power" gehörte zu den Mottos dieser Zeit, in der man bunt, frei und unbesorgt lebte.
Auch die Haarmode war vielfältiger als in früheren Zeiten. Man trug die Haare als Bob, kurz oder auch lang und toupiert mit einer Menge Haarspray - offen, gebunden oder zum Beehive zusammengesteckt. Der Lidstrich der 50er Jahre überlebte auch die 60er. Kräftige Lidschatten wurden wieder verwendet und die Wimpern wurden betont. Die Lippenstiftfarben wurden allerdings dezenter.

Die spitzen Schuhe mit Pfennigabsatz wurden nach und nach durch dicke Absätze und Sohlen ersetzt.