Glossar: Vintage-Kleider & historische Modebegriffe

Einleitung

Wer in die Welt der Vintage-Kleider eintaucht, stößt auf zahlreiche Begriffe, die heute oft fremd klingen. Von „Bobby-Socks“ über „Godet-Rock“ bis „Shift Dress“ – viele Bezeichnungen stammen aus den Jahrzehnten 1920–1990 und spiegeln Trends, Materialien und Schnittführungen wider. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Modebegriffe, damit Sie Vintage-Kleidung nicht nur tragen, sondern auch verstehen können.

A–C

A-Linie
Kleid- oder Rockform, die an den Schultern schmal beginnt und zum Saum hin breiter wird – beliebt seit den 1960ern.
Ballonärmel
Voluminöse Ärmel, die an Schulter oder Ellbogen gerafft sind – prägend für die 1980er-Jahre.
Charleston-Kleid
Gerade geschnittenes Kleid der 1920er, oft mit Fransen und tief sitzender Taille, Symbol des „Flapper“-Looks.

D–F

Dior New Look
Stil der 1950er mit enger Taille, betonter Brust und weitem Rock – Revolution durch Christian Dior.
Empire-Taille
Hohe Taillenlinie direkt unter der Brust, erstmals im 19. Jahrhundert beliebt, in den 1960ern neu interpretiert.
Fransen
Dekorative Stoffstreifen, typisch für die Abendmode der 1920er-Jahre.

G–I

Godet
Keilförmiger Einsatz im Rock, der für mehr Weite sorgt – häufig in den 1930er- und 1940er-Jahren.
Haremshose
Weit geschnittene, an den Knöcheln schmal zulaufende Hose, die in den 1970ern ein Revival erlebte.
Innenfutter
Leichte Stoffschicht im Kleidungsstück, die Form und Tragekomfort verbessert – entscheidend für die Qualität von Vintage-Kleidern.

J–L

Jackie-Kleid
Klassischer, eleganter Schnitt, inspiriert von Jackie Kennedy, mit klarer Linie und meist knielang.
Korsage
Oberteil mit eingearbeiteten Stäbchen, das den Oberkörper formt – in den 1950ern häufig in Cocktailkleidern.
Lurex
Stoff mit eingearbeiteten Metallfäden, der besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren für Glitzer-Effekte sorgte.

M–O

Minirock
Kurzer Rock, der ab Mitte der 1960er durch Mary Quant weltbekannt wurde und jugendliche Rebellion symbolisierte.
Nadelstreifen
Dünne vertikale Streifen auf Anzügen, klassisch in der Herrenmode der 1930er und wieder populär in den 1980ern.
Oversize
Weite, übergroße Schnitte, besonders prägend für die Mode der 1980er-Jahre.

P–R

Palazzo-Hose
Sehr weit geschnittene Hose mit fließendem Stoff, beliebt in den 1970ern.
Power Suit
Breitschultriger Anzug der 1980er, Symbol weiblicher Emanzipation und Karrierebewusstsein.
Rüschen
Geraffte Stoffstreifen zur Dekoration, typisch für romantische Mode der 1930er und 1970er.

S–U

Schulterpolster
Einlagen, die die Schultern verbreitern – Inbegriff der 1980er-Power-Mode.
Shift Dress
Gerade geschnittenes Kleid ohne Taillenbetonung, Modeklassiker der 1960er.
Trapezkleid
Kleidform, die nach unten hin breiter wird, ähnlich der A-Linie, beliebt in den späten 1960ern.

V–Z

Viskose
Künstliche Faser, ab den 1940ern weit verbreitet – fühlt sich weich an und fällt fließend.
Wickelkleid
Kleid mit Überschlag und Bindeband, durch Diane von Fürstenberg in den 1970ern populär.
Zweiteiler
Kombination aus Oberteil und Rock oder Hose, klassisch in den 1940er- und 1950er-Jahren.

FAQ

Wie nutze ich das Glossar am besten?

Als Nachschlagewerk: Begriffe sind alphabetisch geordnet und jeweils mit Erklärung versehen.

Sind die Begriffe international gültig?

Viele stammen aus dem englischen Sprachraum und wurden im Deutschen übernommen – manche haben unterschiedliche Bezeichnungen je nach Region.

Welche Dekaden sind besonders reich an Modebegriffen?

Die 1920er und 1980er, da beide Epochen große Brüche in der Mode markierten.

Fazit

Ein Glossar ist mehr als nur ein Wörterbuch – es ist ein Schlüssel zum Verständnis von Vintage-Mode. Mit den Begriffen von A bis Z können Sie Secondhand-Stücke besser einordnen, Stile gezielter suchen und Ihre Garderobe historisch korrekt ergänzen.

INHALT