40er Jahre Mode

Am Beginn der 40er Jahre fand nur eine leichte Änderung des Modestils statt. Die breiten Schultern blieben noch immer angesagt, die Röcke wurden allerdings kürzer und erreichten kaum noch das Knie. Am Oberkörper war die Mode aber dafür umso hochgeschlossener. Durch den kriegsbedingten Mangel an Stoffen hielt sich das Interesse an Mode allerdings auch stark in Grenzen. Wichtiger war, dass die Kleidung ihre Zwecke erfüllte und lange hielt. Schließlich standen existenziellere Dinge im Vordergrund. Man behalf sich mit Stoffresten, die man neu kombinierte und aus alten Dingen neue Kleidungsstücke kreierte.

Man behalf sich mit Stoffresten, die man neu kombinierte und aus alten Dingen neue Kleidungsstücke kreierte.


Aus der Not wurde jedoch eine Mode geboren, bzw. ein neuer Trend. Wenige Jahre nach Kriegsende entwickelte sich bei den Frauen wieder ein anderer Stil und es entstand der Petticoat-Rock. Das konnte sich jedoch noch nicht jede Frau leisten, daher blieb es zunächst bei den eng anliegenden Röcken und ebensolchen Oberteilen. Nach und nach verschwanden jedoch zumindest die breiten Schultern. Am Ende der 40er Jahre waren zwei Stile parallel in Mode: einmal die Etui-Röcke und zum anderen der Petticoat. Dieser war zunächst als gewaltige Stoffverschwendung missachtet worden bis er 1949 durch die damalige Modezeitschrift "Constanze" Einzug in die Kleiderschränke hielt.

Die heutige Königin Elisabeth trug den Look, der 1947 von Christian Dior vorgestellt wurde, zu ihrer Hochzeit.


Auch die Hutmode spielte eine große Rolle in der Mode der 40er Jahre. Jeder hatte nur knappe Mittel zur Verfügung, jedoch wollte man trotzdem nicht auf Hüte verzichten. Die Frauen zeigten mit ihren Hüten, dass sie doch noch nicht ganz arm waren. Ein Kleid kostete etwa 30 Reichsmark, Schuhe bekam man für etwa 15 Reichsmark, Schuhreparaturen kosteten um die 5 Reichsmark. Das durchschnittliche Einkommen hingegen betrug nur 170 Reichsmark. Die Damen brachten ihre Hüte und Taschen zu einem Hutmacher, der diese neu gestaltete und mit neuen Verzierungen versah. Auf diese Art entwickelte sich eine bunte "Kriegsmode" mit Blumen und Krempen.

Der Hut und die Handtasche wurde in den 40er Jahren zum modischen Must-Have.